Samstag, 22. Dezember 2007

Liebe Gruesse aus Thailand!



Ich wuensche Euch allen wunderschoene Weihnachten!

Nach meinem einwoechigen Abstecher zu Andreas (alias Gismo) nach Macao bin, ich vor ein paar Tagen dann wieder nach Thailand zurueckgekommen. Da ich schon ziemlich Strand, Sonnne und Meer hungrig war, hab ich bald Bangkok hinter mir gelassen und bin mit dem Touristenbus in Richtung Sueden aufgebrochen.

Dass mir im Bus 300 Euro geklaut wurden, hab ich dann wieder weniger lustig gefunden. :-( Ich hatte jedoch Glueck im Unglueck. Es ist "nur" Geld, zwar eine ganze Menge, aber es haette schlimmer kommen koennen.
Die Taeter waren sicher die Busfahrer und ihre Freunde. Es wurden auch alle grossen Rucksaecke durchsucht und jeder der Bargeld drinnen hatte (auch gut versteckt) wurde dessen beklaut. :-(

Mittlerweile sind ein paar Tage vergangen und die Ausicht aus meinem Bungalow hat meinen Aerger recht bald verfliegen lassen. :-)

Die Sonnenuntergaenge sind echt wunderschoen!

Montag, 17. Dezember 2007

Sightseeing in Macao!


Hallo!

In den letzten Tagen hab ich die wichtigsten Sightseeing Attraktionen in Macao angeschaut.

Ich war im VENETIAN, im GRAND LISBOA und im SANDS! :-)
Dies sind riesige Casino Hotels.

Gespielt hab ich zwar nicht, aber trotzdem gab es eine Menge zu sehen: tanzende Maedchen, jede Menge gamblende Asiaten, singende Gondoleros auf dem Canale Grande, tanzende Maedchen mit Buchstaben!, dicke Westler mit bildhuebschen Asiatinnen, eine coole Band, die nach Musikwuenschen fraegt und dann doch das spielt was sie moechte, Kellner mit einem blinkenden Namensschild,......
Ich war sogar motiviert dazu ein paar Macao-Muenzen zu verspielen, aber die Automaten hatten sich gegen mich verschworen. Keiner wollte meine Muenzen haben. :-)


Macao hat aber auch noch viele alte Haeuser aus der Zeit als es noch zu Portugal gehoerte.
Der Leuchtturm ist echt nett, nur das er Mitten auf der Insel steht ist etwas komisch. Urspruenglich ist es an der Kueste gestanden!!

Gestern waren Gismo und ich dann in Hong Kong! Die Hochhaeuser dort sind echt beeindruckend. Man kommt sich ziemlich klein dazwischen vor.

Die U-Bahn ist echt cool. Ein durchgehender ewig langer Waggon.

Das Bier nach dieser anstrengenden Sightseeingtour hat dann sichtlich geschmeckt.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Ni Hau- Liebe Gruesse aus Macao

Hallo zuhause!



Es ist schon wieder etwas laenger her, dass ich mich gemeldet hab. Deshalb wird es heute sicher wieder laenger :-)

Nach einem 1 taegigen Zwischenstopp in Bangkok bin ich mittlerweile bei Andreas (alias Gismo) in Macao.

JA- ICH BIN IN CHINA!

Ein bisschen ein Kulturschock ist es schon, aber der Schock von Nepal nach Bangkok war fast groesser.

Macao ist fuer mich eine Mischung auf Las Vegas und China mit einem grossen Schuss Europa. Man kann die Reihenfolge jedoch auch beliebig veraendern. In der Altstadt gibt es ganz viele alte Kolonialbauten und alle Strassen sind auf chinesisch und portugiesisch angeschrieben. Dies macht das Zurechtfinden viel einfacher.
Gismo hat mir zwar kleine Kaertchen mit seiner Wohnadresse und seiner Uniadresse auf chinesisch gegeben, damit ich es dem Taxifahrer zeigen kann, falls ich verloren gehe. Sehr aufmerksam :-)
Im Vergleich zu chinesisch oder kantonesisch (was man hier auch spricht) ist Nepali echt easy.
Essen gehen kann zu einer Herausforderung werden, wenn es weder eine Speisekarte auf englisch gibt noch ein Kellner englisch spricht. Wir sind dann zum Nachbartisch gegangen und haben der Kellernin gezeigt was wir haben moechten. Eine ganz nette Frau vom Nebentisch hat dann auch ein bissl fuer uns uebersetzt. war echt witzig :-)
Gestern waren wir auch noch im Casino. Ziemlich kitschig- tanzenden Maedchen auf der Buahne, Christbaeumen in der Eingangshalle, Weihnachtsmusik, einem der teuersten Diamenten ausgestellt und eine Beschallung mit verschiedener Musik gleichzeitig. Aber der frischgepresste Orangensaft war echt super :-)

Nun noch ein kleiner Nachtrag zu Nepal yund Bangkok:

Meine letzten Tage in Kathmandu waren fast ein wenig stressig.
Ich wollte noch einige Leute treffen, mit Kyra unseren Report ueberarbeiten, zur Post mein Trekkingzeig heimschicken und dann gab es noch einige Einladungen von Leuten vom CP-Centre.
Zuerst waren wir beim Professor (Gruendungsmitglieder der Self-help group for cerebral palsy children) zum Tee eingelanden. Es war total nett. Wenn wir nur die Haelfte seiner Fotos anzuschauen haetten, waere es zwar auch ok gewesen, aber man moechte ja nicht unhoeflich sein. :-)

Die Prozedur am Postamt hat auch etwas laenger gedauert- fast 2h und es braucht ca 8 Angestellte :-)
Zuerst muss man am Schalter rechts einen Haufen Papierkram erledigen. Zum Glueck sitzten 3 Leute hinter dem Schalter die einem helfen. Sie sprechen zwar kaum englisch aber mit Haenden und Fuessen geht das schon :-)
Dann wird das Packerl aus- und wieder eingepackt, wobei mitgeschrieben wird was drinenn ist.
Daraufhin bekommt das Packerl der Einpacker der eine Stoffhuelle um das Packet naeht.
Danach bekommt es der "Verschweisser" der die Naehte mit heissem Wachs verschweisst.
Man schreibt dann selbst die Adresse drauf und gibt es dem eigentlichen Postbeamten, der es abwiegt. Ein anderer rechnet den Preis aus und bei einem dritten bezahlt man.
Man bekommt sogar eine Bestaetigung, dass man es abgeschickt hat. Ob es tatsaechlich ankommt, ist zwar eine andere Fragen, aber ich hoffe mal das Beste :-)

Kyra und ich wurden am Tag vor meiner Abreise von Suresh zu sich nach Hause eingelanden. Neben seiner Taetigkeit als Koordinator des Outreach-Programms der SGCP leitet er mit seiner Frau gemeinsam eine Schule. An diese Schule ist ein Internat fuer fast 30 Kinder angeschlossen und das leiten sie auch. Er ist ein echter Workaholic- der einzige den ich hier kennengelernt hab. :-) Leider waren gerade Semesterferien und alle Kinder bei ihren Eltern.
Aber es war ein sehr netter Abend!

Dann war ich auch noch im Hotel Soltee. Einem der besten Hotels von Kathmandu- ein wirkliches Luxushotel! Nein- der grosse Reichtum ist nicht ausgebrochen! ;-)
Ich wurde gebeten bei einem Charity-Malwettbewerb fuer Kinder vorbeizuschauen, wo Spenden fuer die SGCP gesammelt werden. In meinem "Luxushotel" in Tulsipur hab ich mich wohler gefuehlt :-)

Bangkok war am Anfang wieklich ein bissl ein Schock! Heiss-schwuel-krebsrote Touristen usw.
Aber der Abend war dann ganz nett, da ich mich ziemlich lang mit einem Australien unterhalten hab. Ich hab ihm von Nepal vorgeschwaermt und er mir vom Norden Thailands. Ich bin schon sehr gespannt darauf.
Am naechsten Tag sind dann leider wieder ein bissl meine "Monster" von Nepal zurueckgekehrt. Aber vielleicht war es auch der Rum *g*

Tschuess und bis bald
Eure Mary

Mittwoch, 5. Dezember 2007

"Sorry I have to go, my elefant is waiting"

Vielen lieben Dank fuer die Mails. Ich hab mich total darueber gefreut. Kyra und ich haben auch den einen oder anderen Cocktail getrunken! Naechstes Jahr gibt's wieder ein Fest :-)

Nachdem ich im letzten Posting so viel ueber meine Zeit in Tulsipur geschrieben habe, gibt es nun die Erzaehlungen von meiner Heimreise.
Nachdem unsere Reisen nach Tulsipur 14h gedauert hat, haben Kyra und ich beschlossen, die Rueckreise in Raten anzutreten.

Unsere erste Station auf der Heimreise war Lumbini, der Geburtsort von Budha. Um den Geburtstempel des Buddha wurde in den letzten 30 Jahren ein grosser Park angelegt, wo alle moeglichen Laender der Erde ihren eigenen Buddhistischen Temple gebaut haben. Der Oesterreichische ist glaub ich noch ihn Planung. Auf den Plan vor dem Park war er eingezeichnet, jedoch habe ich ihn dann nicht gefunden.
Es waren total viel buddhistische Moenche dort und viele Mepalesische Touristen. Wir haben eigentlich viele westliche Touristen erwartet und waren uns sicher, dass unser " roter Teppich" vor diesem Ort endet. Wir haben zwar ein paar westliche Touristen gesehen, aber man konnte sie an einer Hand abzaehlen.
Als wir uns den Geburtstempel angeschaut haben, sind immer wieder nepalesische Jugendliche zu uns hergekommen und haben uns gefragt, ob sie ein Foto mit uns machen duerfen. Es war dann jedesmal ein bisschen ein Gerangel wer zwischen und neben uns stehen darf. Wie am "roten Teppich" :-) War total witzig und vorallem nicht erwartet :-) Jetzt bin ich wieder im Touristenviertel von Kathmandu und ein "normaler" Touri. Der Schock keine Beruehmtheit mehr zu sein war nicht so schlimm. *g*

Bevor wir aber endgueltig wieder zurueck nach Kathmandu gekommen sind, haben wir noch einen Abstecher in den Dschungel gemacht. Es war super schoen war, wie die letzten Wochen :-)
Wir sind mit dem Kanu durch den Dschungel geschippert, sind auf einen grossen Elefanten durch den Dschungel geritten, haben Rhinozerose gesehen und haben mit einem "kleinen" Elefantenbaby fangen gespielt :-)
Der Babyelefant wollte unbedingt unsere Mandarinen haben und ist ueber den Zaun geklettert und uns nachgelaufen. Wir haben uns dann hinter einen Baum gestellt und wir sind wie in einem Zeichentrickfilm um den Baum gelaufen mit dem Babyelefanten hinter uns her. War total witzig :-)

An einem Tag haben wir dann einen Ausflug mit dem Rad zu den 20.000 Lakes gemacht. Ca. 11 km hin und 11 km wieder zurueck! Die Raeder waren zwar nicht so schleissig, wie die in Pokhara aber dafuer die "Strassen" (Schotterpisten). Nicht mal nach der Transalp hat mein Hintern mehr weh getan :-)
Auf dem nachhause Weg sind wir bei einem nepalesischen Dorffest mit Musik stehen geblieben. Als wir dann dort zugeschaut haben, haben dann einige Leute rundherum angefangen uns zum Tanzen aufzufordern und anzufeuern. Gesagt- Getan! Kurze Zeit spaeter waren ca 40 Leute um uns herum und haben mit uns getanzt, geklatscht und gefeiert. Voll cool!
Wir sind dann im Dunkeln die letzten paar Kilometer heimgefahren. Sehr zum Leidwesen unserer Hintern :-)

Der Bus nach Kathmandu war dann wieder "the nepali way of travelling". Er sollte 4h brauchen, jedoch wir waren 6 1/2h unterwegs. Haette schlimmer sein koennen *g*

Dienstag, 4. Dezember 2007

"At the end of the road"- Volunteerwork in Tulsipur


Hallo meine Lieben!





Ich bin zurueck vom Ende der Strasse. Die letzten Wochen war ich in Tulsipur (Dang District) einer kleinen Stadt im Suedwesten des Landes. Berge gab es da zwar nicht, jedoch hatten wir immer zwischen 25 und 30 Grad und das war recht angenehm. Kyra und ich waren gemeinsam mit Durgar, der die CP (cerebral palsy) Kinder rund um Tulsipur betreut, in den Doerfern unterwegs und haben die Kinder mit ihren Familien besucht.

Wir waren im "besten" Hotel der Stadt untergebracht und hatten sogar unseren eigenen Butler- oder so was aehnliches :-) Der Junge war die ganze Zeit, wenn wir im Hotel waren um uns herum. Er wollte alles moegliche von uns wissen und hatuns auch alles moegliche versucht zu erzaehlen. Wir haben zwar nur maximal ein Drittel verstanden, aber es war trotzdem witztig :-)
Dass er uns am Anfang jeden Tag noch vor 1/2 7 Uhr aufgeweckt hat und gefragt hat ob wir das fruehstueck bestellen wollen, fanden wir meist nicht so witztig. Nach 3 Tagen hatten wir es dan endlich abgestellt :-)
Die Vorzuege unseres Hotels: Wir hatten fast immer fliessend Wasser, auf Bestellung sogar eine heisse Dusche (der Wasserhahn war zwar nur in der Hoehe von 1m) und das Hotel hatte sein eigenes Stromaggregat. Das war echt total angenehm! Jeden Tag am Abend war fuer 1-?h der Strom weg. Wir hatten das Gefuehl, dass die Einheimischen jedesmal aufs Neue ueberrascht darueber waren und sich erst im Dunkeln auf die Suche nach Kerzen machten.

Unser Tag hat meistens mit den "Englisch Unterricht" fuer die Mitglieder der Sewa-Foundation begonnen. Die SEWA-Foundation ist eine NGO(non-goverment Organisation) die Durgars Arbeit unterstuetzt.
Der Unterricht war echt total witztig. Ich haette nie gedacht, dass ich mal Englisch unterrichte!
Die Aussprache der Nepalesen ist zwar sehr gewoehnungsbeduerftig, aber nach einiger Zeit hat man sich daran gewoehnt. Man faengt dann sogar an die Woerter wie sie auszusprechen, weil einem sonst keiner versteht. Aus "bread" wird "prett", aus "father" wird "pather" u.s.w. Wir haben vergeblich versucht ihnen das "f" beizubringen *g*
Alle sind total gierig englisch zu sprechen, da sie sonst nicht die Gelegenheit dazu haben.
Nach ca 1-2h Unterricht (je nachdem wann unsere "Schueler" auftauchten) sind wir dann mit Durgar zu unseren Kindern augebrochen. Wenn die Reise nach Osten ging konnten wir mit dem Bus fahren (End of the road). Wenn unsere Fahrt nach Westen ging waren wir mit den Jeep auf Schotterpisten unterwegs. Ihr werdet nicht glauben wieviel Leute in bzw. auf einem Jeep Platz haben! (Foto kommen in den naechsten Tagen) Wir waren immer wie die Banditen unterwegs wegen dem Staub :-) In alle anderen Richtungen waren wir zu Fuss unterwegs.

In den Doerfen bei den Kindern sind dann meinst alle Verwandten und Nachbarn zusammen gekommen. Sie haben uns und vorallem Durgar ausgequetscht, woher wir kommen, wohin wir gehen, was wir machen u.s.w.
Die Kindern und auch die Erwachsenen waren am Anfang meinst scheu und distanziert. Mit ein bisschen Nepali und den Ballons war das Eis meist sehr schnell gebrochen.
Ich hatte das Gefuehl, dass die Leute im Westen zu Beginn etwas skeptischer sind als in den Bergen waehrend meines Treks. Aber ich glaube, dass ist deshalb, weil sie keine Touristen gewoehnt sind und die einzigen Westler die sie sehen sind Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. In den letzten Jahren haben sich viele Hilfsorganisation aus diesem Gebiet zurueckgezogen, da es wegen der politischen Situation zu gefaehrliche war. Der Westen gilt als Hochburg der Maoisten und es hat in den letzten Jahren viele Zwischenfaelle gegeben. Haeuser wurden angezuendet und Leute wurde schlechtes getan. Zur Zeit ist es jedoch stabil. Eigentlich haetten Ende November Wahlen stattfinden sollen, jedoch wurden sie auf unbestimmte Zeit verschoben. Wenn man Nepalesen darueber befragt, wie es ihrer Meinung nach weiter geht, ziehen sie beide Schulter hoch und sagen "ka garne!" - "Keine Ahnung- kann eh nix aendern, mach ich mir keine Sorgen und das Leben geht weiter"
Die Leute leben ihr Leben und machen das Beste daraus und beklagen sich nicht und sind zum groessten Teil gluecklich.

Die Arbeit mit den Kindern war die meiste Zeit sehr motivierend. Es war total schoen zu hoeren, wie sich die Kinder entwickeln. Durgar war immer ganz stolz wenn er uns erzaehlen konnte, was sich in den letzten jahren seid er das Kind betreut veraendert hat. Der groesste Teil der Arbeit ist den Eltern klar zu machen, dass eine Medizin gibt, die ihre Kinder "normal" macht und sie dazu zu motivieren mehr Zeit mit dem Kind zu verbringen. Wir haben den Eltern dann gezeigt wie sie das Kind am Besten foerdern koennen, wie sie mit ihm spielen sollen und wie sie es zur Bewegung motivieren koennen. Die meisten Eltern waren sehr dankbar fuer unsere Anregungen und Ratschlaege. Es war echt lustig mit die Kinder, die Geschwister, den Nachbarskindern und den Eltern gemeinsam zu spielen. Ich hab dann auch des oefteren meine Fotos von zuhause hergezeigt und alle waren begeistert. Bei den Eltern, die viel Zeit mit ihrem Kind verbrachten und wo es trotz seiner Behinderung ein Teil derFamilie war, hatte ich ein total gutes Gefuehl.

Leider gab es auch einige weniger motivierende wenn nicht sogar deprimierende Momente. Wir haben einige Kinder besucht, wo es den Eltern ziemlich egal ist, was aus ihrem behinderten Kind wird. Man hatte manchmal leider das Gefuehl, dass sie nur auf den Tod dieses Kindes warteten. Diese Kinder wurden meinst den ganze Zeit alleine im Haus liegen gelassen und niemand kuemmerte sich um sie. Der schlimmste Fall war ein 6-jaehriges Maedchen. Es war geistig und koerperlich schwer behindert. Aufgrund der schlechten Ernaehrung haette man es auch fuer ein 1 1/2! jaehriges Kind halten koennen. Wir haben ihnen gesagt, dass es gut waere das Kind mit vor das Haus zu nehmen, damit es die Sonne spueren kann und mehr Geraeusche hoeren kann. Vor dem Haus waren dann nicht mehr wir Weisse der Mittelpunkt sondern das Kind. Niemand rund herum hat gewusst, dass in der Huette daneben noch ein weiters Kind lebt.

Ein weitere Punkt der mich sehr nachdenklich gemacht hat, ist die schulische Situation. Ein grosser Teil der Kinder auf dem Land geht nicht zur Schule. Es gibt Governmentschulen, die fuer alle zuganglich sind. Jedoch sind dort zwischen 100 und 120 Schueler in einer Klasse und wenn der Lehrer fehlt, dann ist kein Unterricht und dass kommt haeufig vor. Es gibt dann noch viele private Schulen. Dort sind "nur" 50 Schueler pro Klasse und die Kinder lernen mehr, jedoch sind diese Schulen fuer den Grossteil der Bevoelkerung nicht erschwinglich.
Ich hab versucht in vielen Gespreaechen mit Durgar herauszufinden, warum die Kinder nicht in die Schule gehen. Ein Grund ist dass die Kinder aus Arbeitskraefte im Haus gebraucht werden. Jedoch zum groesseren Teil wird es den Kindern ueberlassen, ob sie in die Schule gehen wollen oder lieber zuhause mit ihren Geschwistern und Nachbarskindern (die auch nicht in die Schule gehen) spielen wollen. Die meisten Leute am Land haben nie eine Schule besucht und koennen weder lesen und schreiben und sehen nicht die Notwendigkeit ihre Kinder in die Schule zu schicken.

Mein Aufenthalt in Tulsipur und meine Arbeit dort mit Durgar und Kyra war total super. Kyra und ich haben uns die ganze Zeit wie auf dem "Roten Teppich"gefuehlt. Jeder war neugierig woher wir sind und was wir machen und haben uns im Hotel besucht um mit uns zu quatschen usw. Alle waren total freundlich und hilfsbereit. Auch wenn man grad keine Hilfe braucht :-) Jeder von uns hat ca 40 Visitenkarten bekommen, wo wir uns melden koennen, wenn wir Hilfe brauchen oder Fragen haben. Wir wurden ein bisschen wie Beruehmtheiten verhaetschelt und herumgereicht. Eine total witzige und lustige Erfahrung.
Voll lustig war es auch immer wenn wir unser Abendessen irgendwo in den kleinen "Strassencafe" im Kerzenlicht eingenommen haben. Es wurde dann meist ein Nachbar oder Kind geholt, das ein paar Brocken englisch spricht. Essen bestellen koennen wir mittlerweile ziemlich gut :-)

So jetzt reicht's fuer heute. Es gaebe ja noch soooo viel zu erzaehlen. Keine Angst- ein anderes Mal *g*
An allen die sich den ganzen Text angetan haben. Ich bin stolz auf euch :-)

Freitag, 9. November 2007

Die Welt ist echt klein! :-)

Zufaelle gibt's, die gibt's eigentlich gar nicht.
 
Heute war ich in Patan unterwegs und habe mir dort den Durbar Square, das Templeviertel angeschaut.
Im Museum dort hat mich der Ticketverkaeufer gefragt woher ich komme und als ich dann Oesterreich gesagt hab, hat er gelacht und mir stolz verkuendet, dass der Staat Oesterreich massgeblich am Aufbau des Museums beteiligt war. 
Wie ich wieder aus dem Museum raus bin, hat er mir nachgerufen. "Lady, Lady. This lady is also from Austria" 
Gerlinde kommt aus Oberoesterreich, studiert in Graz und schreibt ihre Diplomarbeit in Kathmandu.
Sie hat mir dann erzaehlt, dass noch ein Studienkollege von ihr da ist und dass sie sich mit ihm eine Wohnung teil. Der Kollege heisst Ernst Preinegger.
Viki hat mir vor kurzen geschrieben, dass ein Freund von ihr auch grad in Kathmandu ist und falls ich Ernst Preinegger sehe, soll ich ihn liebe Gruesse von ihr ausrichten. :-)
Die Gruesse konnte ich zwar (noch) nicht persoenlich ausrichten, aber Gerlinde wird das fuer mich erledigen. :-) 

Donnerstag, 8. November 2007

Ich habe eine Studentin :-)

Eigentlich waere ich ja alleine nach Tulsipur gereist, aber jetzt habe ich Begleitung. Voll cool! :-))))))))))
Kyra, eine hollaendische Physiotherapiestudentin, die gerade ihr Praktikum im CP-Centre in Dhapakhel macht, wird mich begleiten. Suresh hat gemeint, ich soll sie mit dem gleichen Lachen zurueckbringen, wie sie hatte als sie erfahren hat, dass sie mit mir mit kann.
Also werden wir uns zwar erst uebermorgen aber dafuer gemeinsam auf den Weg machen. Ich versteh mich sehr gut mit ihr und bin mir sicher das unser Zeit ein ziemlich schoene Zeit werden wird :-)
Freu mich schon voll!

Endlich wieder aus der Stadt raus! Jippi! Wieder ins "real" Nepal eintauchen.

Kathmandu ist echt cool! Eine besondere Stadt!
Vor allem wenn man vom Touristenviertel eine paar Schritte auf die Seite macht und die vielen kleinen Temple und die ueberfuellten Gassen sieht, wo grad zwei Schubkarren versuchen aneinander vorbei zu kommen und gleichzeitig eine Menge Motorraeder, Rickshas, Raeder und Menschen dazwischen durchgehen. Dabei ist die Gasse so schmal, dass die Schubkarren eigentlich gar nicht nebeneinander Platz haben. Aber es geht alles! Da wir ein Karren etwas angehoben und mit Muskelkraft maechtig geschoben und dann geht sich alles aus. *g*
Wie es auf den Strassen zugeht, wo dann auch noch die Auto insbesondere Taxis dazukommen, ist sowieso verrueckt. Der einzige Grund warum die Autos nicht in der oben genanneten Gasse fahren ist der, dass sie wirklich zu schmal ist. :-)

Trotzdem geht einem, mir zumindest, auf die Dauer der stressige Verkehr und die schlechte Luft etwas auf die Nerven. 1 1/2 Wochen Kathmandu am Stueck ist genug!

Gestern war auch ein toller Tag!
Ich war wieder mal in Dhapakhel bei den Kids und habe Thomas und Claudia kennengelernt, die sich das CP-Centre angeschaut haben. Thomas ist auch Physio und moechte naechstes Jahr auch fuer die SGSP als Volunteer arbeiten. Sie sind seid 3 Monaten in Nepal und werden noch einige Monate bleiben.
Wie wir dann um 2 mit dem Bus wieder Richtung Kathmandu gefahren sind, haben sie mich gefragt, ob ich nicht mit zu einen Konzert einer sehr bekannten nepalesischen Musikgruppe mitkommen moechte. Wir sind dann gemeinsam nach Banepa (1h Busfahrt) und haben uns ein voll cooles Konzert traditioneller nepalesischer Musik angehoert. Eine sehr mitreissende Musik mit vielen Trommeln, Floeten und verschiedenen Saiteninstrumenten! Voll cool! Ich habe mir auch eine CD gekauft.
In ein paar Monaten gibt's dann was davon zu hoeren. :-)

Dienstag, 6. November 2007

Was ist die SGSP? Was macht sie? Was werde ich dort wahrscheinlich machen?

Die Self-help Group for Celebral Palsy Children ist eine Organisation, die sich um Kinder mit Hirnschaedigung und ihre Eltern kuemmert. Es wird medizinsche Versorgung, Untericht und Therapie angeboten.
Ins Cityoffice der SGCP kommt 2x in der Woche einen Kinderarzt und weiters kommen immer wieder 3 deutsche Kinderneurologen, die mit Suresh in die District fahren und sich die Kinder dort anschauen. Wenn noetig und vorallem wenn moeglich werden die Kinder dann von Homevisitors weiterbetreut.
Homevisitors sind keine ausgebildeten Therapeuten sondern wissen die Basics von einigen Berufsgruppen (Krankenpfleger, Physio, Ergo) und leiten die Eltern an.
Dann hat die SGCP noch in Dhapakhel eine Schule, wo CP-Kinder in 5 Klassen unterrichtet werden und im gleichen Gebaeude sind 3 Physiotherapeuten und eine Ergotherapeutin taetig.

Seit ich wieder zurueck in Kathmandu bin, bin ich beinahe jeden Tag mit nach Dhapakhel (1/2 h ausserhalb) gefahren und hab in Schule mit den Kindern gespielt und hab war bei der Therapie dabei.
Weiters war ich noch mit Manoj (Homevistor) bei Hausbesuchen im Kathmandu Tal unterwegs.
Das war besonders interessant und da hab ich auch am meisten selbst machen koennen.

Mein Job in Tulsipur ist gemeinsam mit dem Homevisitor zu den Kindern zu gehen und mit ihm gemeinsam Therapieziele festzusetzen. Herausfinden was die Kids und ihre Eltern am dringendsten an Hilfsmittel brauchen. Vielleicht das eine oder andere Hilfsmittel oder Therapiespielzeug zusammenbasteln und den Eltern beibringen wie sie ihren Kindern bei der Entwicklung am Besten unterstuetzen koennnen.
Ein weitere Punkt wir sein den Eltern und Verwandten klarzumachen, dass das Kind mehr Aufmerksamkeit und Hilfe braucht als ein "normales" Kind.

Soweit ich das mitbekommen habe, wachsen die Kinder in Nepal sehr selbststaendig heran und beschaeftigen sich viel miteinander. Die Kids spielen miteinander, helfen sich und die aelteren passen auf die juengeren auf, waehrend die Eltern arbeiten um die Famillie ueber die Runden zu bringen. Alle Erwachsen sind total kinderlieb und die Kids koennen beinahe machen was sie wollen, jedoch habe ich kaum Erwachsene gesehen, die mit den Kindern spielen.
Wenn ein "normales" Kind auf dem Ruecken liegt, wird es bald mal versuchen den Geraeuschen um sich nachzuschauen und es wird bald versuchen sich dort hinzudrehen um mitzubekommen was dort los ist. Durch die Dinge um das Kind herum, wird es groessten Teils "automatisch" lernen.
Ein CP-Kind braucht aber mehr Aufmerksamkeit und Hilfe um dies Dinge zu erlernen. Durch die Schaedigung des Hirns (in verschieden starken Auspraegungen) ist es fuer diese Kinder ungleich schwerer Faehigkeiten wie drehen, greifen, sitzen, krabbeln... zu lernen.
Diese Kinder koennen ihre Beduerfnisse der Umwelt auch nur schwer kommunizieren. Ein gesundes Kind sagt oder schreit, wenn ihm etwas nicht passt und fordert die Aufmerksamkeit ein, CP-Kids ist dies meist nur erschwert moeglich.
Aufgabe des Homevisitors ist es auch den Eltern klarzumachen, dass dieses Kind "anderes" ist und spezielle Beduerfnisse hat und mehr Aufmerksamkeit braucht.

Ich hoffe, dass ich dort moeglichst viel helfen kann.

Monster im Bauch!

Hallo zuhause und wo auch immer ihr seid!

Da ich leider keinen Ticket nach Tulsipur bekommen habe, bin ich noch immer in Kathmandu.

Ich bin aber ziemlich froh darueber, da sich Monster in meinen Bauch eingenistet hatten und es mir in den letzten Tage eh nicht so besonders gegangen ist. :-(
Aber sie werden mit Medikamenten bekaempft und jetzt geht es mir wieder gut :-)
und ich hab wieder Hunger! :-))))))) Jippi!

Mein Busticket nach Tulsipur hab ich schon!!! 13-15h Fahrt- ich glaub danach bin ich richtig durchgeshaket. *g*
Aber wird schon nicht so schlimm werden. Hoff ma! ;-)

Das Ticket zu kaufen hat nicht so lang gedauert, der Weg dahin schon!
Da ich davor am anderen Ende (suedosten) der Stadt im City Office der SGSP war, hab ich mir ein Taxi zum Bus Park in den Nordwesten gegoennt. Nach leichten Verstaendigungsschwierigkeiten, wo ich denn nun hin moechte, wurde der Preis verhandelt.
Das ist immer ziemlich witzig! Immer das gleiche Spiel, man droht zu gehen und dann einigt man sich doch. Ich hab fuer die Fahrt zum Buspark und dann zurueck ins Zentrum der Stadt wo mein Hotel ist 250Rs bezahlt. Das sind keine 3!!! Euro fuer knapp 2h!

Es waere vielleicht auch moeglich gewesen, das Ganze in unter einer Stunde zu erledigen, aber mein Taxifahrer hat es besonders gut mit mir gemeint und ist mit mir gleichzeitig auf Sightseeingtour gegangen.
Mittlerweile kenne ich mich in dieser Stadt schon etwas aus und da ich mir angewoehnt habe in meinem Stadtplan mitzuschauen, weiss ich immer wo ich bin. Und sollte ich es nicht wissen, weiss ich zumindest wo Norden ist! :-)
Danke Maedels!! Er ist immer dabei!!!
Zuerst sind wir nach Sueden und ich hab mir gedacht er will ueber die Ringstrasse fahren. Was nach meinem Gefuehl der schnellste Weg gewesen waere. Jedoch hat er sich dann umentschieden und ist doch quer durch gefahren und hat immer wieder links und rechts raus gezeigt und mir die Sehenwueridgenkeiten gezeigt. Echt nett!

Nachdem ich am Bus Park war, hab ich mit Hilfe von 3 Nepalesen und 7 die zugeschaut haben mein Ticket nach Tulsipur gekauft. Sich dort alleine zurecht zufinden ist unmoeglich! Alles ist in Nepali angeschrieben! Aber zum Glueck sind die Nepalesen sooooo hilfsbereit und fragen einem sofort was man moechte. Total lieb!

Knapp 2h spaeter war ich dann in meinem Hotel und waere ich nicht noch etwas geschwaecht von den Monstern in meinem Bauch gewesen, dann haette ich die Fahrt mehr genossen.


Gestern war ich mit Carina, der Deutschen die ich kennengelernt hab als ich Jako zum Flughafen gebracht habe, in Bodhnath.
Das ist das Zentrum des tibtschen Budhismus in Nepal. Zu dieser Stupa (siehe Bild) pilgern Touristen und Tibeter. Vorallem wenn man am spaeten Nachmittag und Abend dort ist, sieht man ganz viele Tibeter (Moenche, Nonnen wie auch "normale" Leute) im Uhrzeigersinn um die Stupa gehen. Sie haben alle ihre Gebetsketten in der Hand und murmeln ihr Gebete. Diese budhistischen Gebetsketten schauen den Rosenkraenzen bei uns total ahnlich und sie werden soweit ich weiss zum gleichen Zweck verwendet.
Das ganze Atmosphaere dort ist sehr beeindruckend.

Gleich in der Naehe zur Stupa sind sehr viele budhistische Kloester. In viele kann man auch hineingehen und sie sich anschauen. Die Moenche sind total freundlich und offen und man hat das Gefuehl sie wollen einem ihr Leben zeigen, obwohl ich mir vorstellen kann, dass es fuer sie etwas nervig ist, weil ja den ganzen Tag ueber Touristen vorbeikommen. Wir waren erst spaet dort und der Gebetsraum war schon abgesperrt und ohne dass wir gefragt haben oder was, wurde er fuer uns extra aufgesperrt.
Davor waren wir in einem anderen Kloster wo gerade Moenche gebetet haben. Sie haben gemeinsam ihre Gebete gesprochen und einige davon haben zwischendurch mt den Trompeten und Trommeln gespielt. Ein Moench hat uns mit seinem Nicken gedeutet, dass wir eintreten sollen und ein anderer Moench hat uns einen Teppich gebracht, damit wir uns hinsetzten konnten. Wir sind dann einige Zeit dort gesessen und haben diese friedliche und meditative Atmosphaere in uns aufgenommen.
Dies war wieder mal ein sehr schoenes Erlebnis.
Hatten dies auch nach dem Kampf mit den Monstern noetig! :-)

Samstag, 3. November 2007

Meine Fotos und was so los ist!

Hallo meine Lieben!

Ich bin echt stolz auf mich, denn ich hab endlich Fotos von mir online.

http://picasaweb.google.com/maria.jobstmann/kathmandu

http://picasaweb.google.com/maria.jobstmann/annapurna

Meine Zeit in Pokhara nach dem Trek um die Annapurna, wo ich viele Leute vom Trek wieder getroffen hab, war wirklich total nett. Ich hab mich dann gemeinsam mit Carlo und Akos, zwei Ungarn auf den Weg nach Gorkha gemacht, wo wir dann auch nach mehr als 5h Busfahrt ankamen.

Die Fahrt war echt ok!
Zwar etwas holprig, da Nepals Strassen Aneinanderreihungen von Schlagloechern sind.
Mit unter war es auch etwas zugig. Da der Bus schon mehr als vollbestetzt war und wir daher die Fahrt gemeinsam mit unserem Gepaeck, 2Lkh-Reifen, einer in einem Sack verpackten lebenden! Ziege, einem Kaefig voller Huehnern und einer Menge Nepalesen am dem Dach verbrachten.

Meistens ist es eine ziemlich angenehme Art zu reisen.
Man hat genuegend Frischluft, eine Traumaussicht, meistens ist es warm, da der Monsoon vorbei ist, regnet es nicht, man lann liegen und wenn nicht grad mehr als 2 Dutzend Leute oben sind, kann man seine Position auch oft welchseln und die Beine ausstrecken. :-)

Ein paar Dinge gibt es jedoch zu beachten!
Man soll sich ein Platzerl suchen, wo man sich gut einkeilen kann, denn wenn man sich staendig verkrampft festhalten muss, ist es weniger lustig und anstrengend.
Die FlipFlop sollten immer griffbereit sein, will man nach der Fahrt keinen eckigen Hintern haben.
Ein Pullover oder eine Jacke sollten auch immer griffbereit sein. Wahlweise als Polster oder zum drueberziehen, sollte es einmal laenger dauern. (Was es meistens tut!) Wenn die Sonne weg ist, kann es kuehl werden!
Wenn man dann noch ein Buch zur Hand hat, macht es echt Spass!

Nochwas hab ich vergessen. Ganz Wichtig!
Dies gilt fuer Busfahrten auf und im Bus. Wenn der Bus stehen bleibt und man sieht, dass meherer Leute aussteigen und die Maenner sich an den Strassenrand stellen, sollte man sich ein halbwegs ruhiges Platzerl suchen und es zu einem Stillen Oertchen machen. Weiters sollte man den Bus waehrend der ganzen Zeit im Auge behalten und einen Mitfahrere aufmerksam machen , dass man kurz weg ist und wenn die Hupe ertoent, sollte man schon laengst wieder im Bus sitzten, will man eine Schrecksekunde oder mehr vermeiden. ;-)
Da sollche Pausen sehr unregelmaessig und machemal auch selten (1x in 7h) vorkommen, sollte man jede davon nutzen ;-)


In Gorkha haben wir uns dann einen Temple 300hm ueber das Stadt angeschaut. Wieder mal Stufen ueber Stufen- angeblich mehr als 1500! Ich hab sie nicht gezaehlt! :-) Oben angekommen haben wir dann zufaellig ein religioeses Tieropfer miterleben duerfen. Die 4 Huehner wurden zuerst geweihnt und dann wurde ihnen bei lebendigen Leib den Kopf abgehackt. Die Hendel sind dann noch einige Minuten kopflos und blutspritzend durch die Gegend gerannt. Ganz so fein war es nicht anzuschauen! aAber beeindruckend!

Am naechsten Tag ging es dann per Bus wieder zurueck nach Kathmandu zurueck. Diesmal hatten wir Sitzplaetze innen drinnen und unser Gepaeck hatte wieder eine Traumaussicht am Dach. Mein Gepaeck ist jetzt zwar um meine Sonnenbrille (Leider die gute Gletscherbrille!), meine Stirnlampe und meine Trekkingstoecke leichter, aber das ist nichts was man nicht ersetzten kann.

Carlo hat in der Hektik vom Buseinsteigen vergessen sein Geld rauszunehmen. Er ist jezt um 300 Euro leichter :-(

Wieder in Kathmandu hab ich dann meinen ersten Tag "gearbeitet", d.h. ich war mit einem Homevisitor bei einem kleinen Patienten. Eigentlich wollte ich ja nur zuschauen, jedoch hat er bald mal den Eltern erklaert, dass ich die Physiotherapeutin bin, die mit ihrem Sohn Therapie machen wird. Wie sich herausstellte hatte Manoj seinen ersten Arbeitstag im Kathmandu Valley und hat angenommen, dass ich eh schon laenger als Volunteer taetig bin. Aber es war trotzdem ziemlich witzig :-)


Am Abend hab ich dann meinen ersten Ausflug in die Kathmanduer Partywelt gemacht. Zuerst war ich mit Jakob, Frank (Deutscher den Jakob am ersten Tag am Flughafen kennengelernt hat und mit dem wir einen grossen Teil den Annapurna Treks gemeinsam gegangen sind) und Akos (einer der Ungarn) essen und dann sind wir ins Tom&Jerry. Das war ein Kulturschock! Tagsueber war ich mit dem nepalesischen Homevisitor in "real" Kathmandu unterwegs und am Abend sitzt ich mit lauter Westlern in einem Touristenlokal und ein Englaender schreit in die Runde: "Come on! Let's get drunk!" Ich hab mir kurz gedacht, dass ich mich im Land geirrt hab. War aber auch witztig ;-)

Am Donnerstag hab ich Jakob dann zum Flughafen gebracht und ihm einen guten Flug gewuenscht. Auf dem Weg zurueck ins Hotel hab ich dann Carina kennengelernt, da wir uns das Taxi teilten. Sie wird die naechsten Monate in Nepal bleiben und auch als Volunteer zu arbeiten. Total nett!

Heute am Nachmittag werde ich versuchen einen Restplatz im Flugzeug nach Tulsipur zu bekommen. Tulsipur ist eine Stadt im Suedwest im Dang District und dort werde ich gemeinsam mit dem dortigen Homevisitor unterwegs sein. Falls das mit dem Flug nicht klappt, werde ich eine mehr als 15stuendige Busfahrt auf mich nehmen muessen. Schau ma mal und hoff ma, dass ich den Flug bekomme. Es gibt nur 1x in der Woche einen Flieger dort hin! :-)

Bin schon voll gespannt darauf! Ich habe da auch eine Kontaktperson von einer internationalen Hilfsorganisation (SEWA- Foundation), der vor Ort alles fuer mich organisiert und der mich vom Flughafen abholt. Fuehle mich wirklich total gut aufgehoben und hab ein sehr gutes Gefuehl bei der Sache. Ich weiss nur noch nicht wielange ich im District sein werde. Es haengt vor allem von der Regelmaessigkeit bzw. Unregelmaessigkeit der Fluege der Nepal Airlines ab. Es kommt sehr haeufig vor, dass Fluege gestrichen werden.

Tulsipur wird dann quasi unser Stuetzpunkt sein von dem wir unsere Hausbesuche starten und zu dem wir immer wieder zurueck kommen werden. In Tulsipur soll es Internet geben :-) Schau ma mal! *g*

So jetzt seid ihr wieder upgedatet!

Schoenen Sonntag!

Busserl mary

Donnerstag, 1. November 2007

Dienstag, 30. Oktober 2007

Es gibt Fotos! :-)

Hi!

Es gibt Fotos!
Leider sind es immer noch nicht meine, aber da Jakob und ich die ersten 3 Wochen gemeinsam unterwegs waren, schauen seine und meine sich ziemlich aehnlich.

http://picasaweb.google.com/jakob.lederer/BestOfNepal2007

Ich werde aber versuchen einen Teil von meinen Fotos in den naechsten Tagen online zu stellen.
Schau ma mal, ob i des kann ;-)

Morgen wird s sicher nicht ausgehen, da ich morgen schon im Kathamndu Valley mit einem Homevisitor unterwegs bin. Bin schon voll gespannt.

Die erste Challenge ist zum Treffpunkt zu finden. Mit dem Micrbus 3x umsteigen, quer durch die stadt und dann vor irgendeinen Krankenhaus warten. Ich hiffe er ist vor mir da. *g*

Heute habe ich Bimal, den Leiter des SGCP und Suresh, den Leiter des Outreach-Programms kennen gelernt. Sie sind beide total nett. Suresh hat Jakob und mich fuer morgen Abend zum Abendessen zu sich und seiner Familie nach Hause eingeladen. Bin schon total gespannt wie das wird.

Ich werd jetzt Abendessen gehen- hab voll Hunger!
Mahlzeit!

Dickes Busserl
mary

Freitag, 26. Oktober 2007

23 Tagen Trekking sind genug :-)

hallo meine lieben!

Mich gibt's noch :-) und mir geht es gut- sehr gut! ;-)
Danke fuer die mails. Freu mich wenn ich von euch was hoere!

Wo bin ich?
Immer noch in Nepal, noch nicht am Arbeiten, nicht mehr am Trekken, sondern beim Relaxen :-)
Ich bin in Pokhara, der 2. groessten Stadt in Nepal und lass es mir hier echt gut gehen. Die Stadt ist total nett, direkt an einem See gelegen mit netten Cafes und Restaurant und mit vielen netten Menschen.

Die letzten 23 Tage war ich um das Annapurnamassiv unterwegs.
Ich hab die Annapurna und eine Menge anderer hoher Berge (u.a. Daulagiri und Manaslu- zwei weitere 8000ter) von mehrere Seiten gesehen. Es war total fein nur zu Fuss unterwegs zu sein. Manchmal war das Gefuehl schon etwas komisch, wenn mir bewusst geworden ist, dass ich 8 Tage Fussmarsch von der naechste grossen Stadt entfernt bin.

Die Landschaft war total abwechslungsreich und wunderschoen.

Am Anfang war es total heiss und wir haben nur geschwitzt.
Wir sind nicht in Bhulbhule, wo die meisten Trekker starten, sondern in Begnas Tal, 4 Tagesmaersche davon entfernt gestartet.
Laut Guidebook waeren es 3 leichte Tagesmaersche gewesen. Ich glaube ein Marathonlaeufer hat dieses Buch geschrieben, denn wir haben 4 ganze Tage gebraucht. Aber wenn man Zeit hat ist das alles nicht so tragisch! ;-)
Es war total schoen und wir hatten viele schoene Erlebnisse.
Wir waren dort die einzigen Trekker und da wir auch noch mit Zelt unterwegs waren, waren wir die volle Attraktion. Ein bissl komisch ist es schon, wenn man in der Frueh aufwacht und man glaubt man ist alleine, das Zelt aufmacht und davor 5 Nepalesen sitzen und einen auf die Entfernung von 20cm anstarren. Sie waren immer total nett und es war voll spassig.
Einmal wurden wir in einem kleinen Dorf (3 Haeuser) von einem Reisbauern und seiner Familie zum Essen eingeladen. Wir sassen mit der Familie am Lehmboden in ihrer Huette um die Feuerstelle, haben Dal Bhaat gegessen und Bueffelmilch getrunken. Das ganze Dorf ist zusammengekommen und hat uns beim Essen zugeschaut :-)
Trotz unserer wenigen Nepalikenntnisse und dem schlechten Englisch eines Jungen haben wir uns super unterhalten. War total witzig! *g*

Den Rucksack und das Gehen war ich zwar noch nicht wirklich gewoehnt, aber ich hab's ueberlebt ;-)
Jeden Tag in der Frueh hab ich mir gedacht: Alles nur nicht den Rucksack auf den Buckel!
Aber wenn man ihn mal oben hat und man losgeht, vergisst man ziemlich schnell wie weh einem der Ruecken getan hat. Ausserdem hatte ich ehh den "leichtern" Ruckasack, da Jakob noch das Zelt am Buckel hatte. Aber ich glaube beide Rucksaecke waren zwischen 15 und 20 kg schwer.
Nach 3-4 Tagen waren wir aber daran gewoehnt und hatten kaum Probleme mehr damit.

Dann sind wir etwas hoeher hinauf gekommen, wo es tagueber genauso heiss war wie davor, es aber in der Nacht etwas abgekuehlte und man gut schlafen konnte.
Wenn unsere Schlaf nicht manchmal durch laestige blutsaugende Tierchen unterbrochen worden waere. Nein es waren keine Gelsen- schlimmer!
Blutegel haben sich an unsere Haut festgesetzt und wurde von uns "weggeRAMBOt" (Zum Glueck gibt es Fernsehen! *g*)

Dann sind wir noch hoeher hinauf, wo es tagsueber voll angenehm war und wir abends schon froh ueber unsere Jacken war.
Das war so ca. nach 9 Tagen. Wir haben dann das erste Mal in einer Lodge geschlafen und uns eine heisse Dusche und Haarwaesche gegoennt. Die Tage davor haben wir uns immer Fluessen und Baechen gewaschen! Eine heisse Dusche kann echt was!

Dann sind wir noch hoeher hinauf, wo wir tagsueber langarmigen Shirt unterwegs waren und es abends und nachts schon ziemlich kalt war.

Und dann sind wir noch hoeher hinauf, wo ich echt froh ueber meinen supercoolen, neuen, tollen bis -10 Grad Schlafsack war :-)
Das war vorallem die Naechte bevor und nachdem wir ueber den Thorong La Pass sind.

Uebrigens: Ich bin ueber den Thorong La- 5416m!!!!!
Eigentlich war ich ja noch 15 m hoeher, da ich meine Gebetsfahnen auf dem Huegel daneben aufgehaengt hab
Es war total cool! Voll schoen- blitzblauer Himmel und eine Traum-WINTER-Landschaft!

Eigentlich wollten wir ja schon einen Tag frueher ueber den Pass, aber als wir an diesem Tag aufgestanden sind und vor die Tuer sind, mussten wir im Schneefall und ca 15 cm Neuschnee zum Fruehstueck stapfen. Es war erst 1/2 6 Uhr Frueh und noch stockdunkel draussen, da es heisst, dass man frueh los soll, wenn man ueber den Pass will. Es sind von dort 1000m Aufstieg und auf der anderen Seite mehr als 1500m Abstieg!
Waehrend des Fruehstuecks haben wir dann beschlossen, dass wir nicht ueber den Pass gehen. Schliesslich wollten wir schon was sehen, wenn man mal so hoch oben ist.
Da das Base Camp (4500m) total zugig war und unser Zimmer Loecher in der Tuer hatte, haben wir trotzdem unsere Sachen bepackt und sind raus in den Schnee und 300hm zum High Camp aufgestiegen. Wir dachten uns, bevor wir hier den ganzen Tag frieren und nichts tun, gehen wir lieber 300hm rauf zum High Camp und frieren dort :-)

Zu unserer Ueberraschung war das High Camp viel besser als das Base Camp. Der Aufenthaltsraum war warm, es gab unter dem Tisch sowas wie einen Heizstahler, die Zimmer waren nur kalt und nicht zugig und die Atmosphere dort war total nett.
Wir waren eine total multikulturelle Gruppe (Australien, Canada, England, Schweiz, Neuseeland, Deutschland, Nepal usw.) die dort gemeinsam auf besseres Wetter wartete und sich den gesamten Nachmittag und Abend mit diversen Spielen (Karten, Wuerfel, Prominenteraten u.s.w.) vertrieb. Es war total witzig und wir hatten voll viel Spass!
Am spaeten Nachmittag haben die Wolken dann auch aufgerissen und ein Traumpanorama freigegeben (leider noch immer keine Fotos) Die ganze Nacht war sternenklar und der naechste Tag war blitzblau.
Der Aufstieg war anstrengend, aber leichter als gedacht, aber die Luft war schon etwas duenn :-)
Es hab es sehr genossen dort oben zu stehen. Das Gefuehl war unbeschreiblich, einfach ueberweltigend. Das Aufhaengen der Gebetsfahnen mit meinen Wuenschen, die vom Wind in den Himmel getragen werden, war total schoen.

Leider war der Abstieg und der restliche Tag weniger lustig. Sagen wir mal- Ich weiss jetzt, wie weh ein Kopf tun kann. :-(
Wenn man mir die Frage gestellt haette, wie weh mein Kopf tut, haette ich 9,9 von 10 gesagt. Ich hatte davor ueberhaupt keine Probleme mit der Hoehe. Wir sind den ganzen Trek langsam angegangen und hatten durch den Schneefall sogar einen Tag mehr zum Aklimatisieren, irgendwie schon komisch, dann so heftig weh zu bekommen. Aber zum Glueck war ich am naechsten Tag nach dem Fruehstueck wieder fit.

Nach diesem Tag haben sich dann auch die Weg von Jakob und mir getrennt. Er hat einen Zahn zugelegt (vielleicht auch 2 *g*) und ist zum Annapurna Sanctury, ins Herz des Annapurnamassiv gewandert und ich bin langsam hinterhergezockelt und hab dann den direkten Weg nach Pokhara gewaehlt.
Der Trek war total fein und es hat mir total Spass gemacht und ich wuerde es sofort weider machen, aber nach 23 Tagen war ich froh, dass es vorbei war.
Ich war froh ein nettes, sauberes, feines Hotelzimmer mit wirklich heisser Dusche und alle Annehmlichkeiten der Modernen Welt zu haben. Dann war ich noch froh darueber am Abend nicht mehr mein gesamtes Gewand anziehen zu muessen um nicht zu frieren.
Am meisten froh war ich aber darueber, dass ich in den naechsten Tagen nicht mehr gehen muss.
Obwohl ich dann am naechsten Tag (gestern) mit einem Freund, den ich am Trek kennengelernt hab (man trifft immer die gleichen Leute- jeder kennt jeden- total nett!) einen "Spaziergang" in bzw. um Pokhara gemacht hab. Wir waren 7 Stunden unterwegs!

Heute haben wir (2 Ungarn und ich) uns Raeder ausgeborgt und sind zum Bergsteigermuseum geradelt und haben uns dann noch die Stadt per Bike angeschaut. Die Stadt ist grosser als gedacht. Wir sind ganz in den Sueden (Museum) und ziemlich in den Norden zu einer Schlucht mitten in der Stadt und wieder zurueck geradelt. Das Museum war interssant- weiss jetzt nicht nur die Namen und Hoehen aller 8000ter sondern auch die Erstbesteiger und das Jahr der Erstbesteigung. :-)
Von der Schlucht sieht man leider nicht viel, da sie sehr verwachen ist, aber es ist trotzdem imposant, da man den Fluss vorher weder hoert noch sieh, weil er ca 50m tiefer liegt und so eine Schlucht mitten in der Stadt.
Aber das witztigste war der Zustand der Raeder. Jedes Grazer Stadtrad (auch Gismos *g*) waere im Vergleich eine topfunktionierende Rennmaschine. Wir quietschten, ratterten und eierten durch die Strassen. Schneller fahren war nur bergab moeglich (war aber die meiste Zeit eben) da wir Angst hatten das uns das Petal, die Kurbel oder sonst was um die Ohren fliegt. Die Sattel waren hochgestellt, aber da es KInderraeder waren sahen wir trotzdem aus wie die Affen auf den Schleifsteinen. *g* Vorallem dann als meine Sattel gemeint hat, ihm gefaellt es hier oben nicht, sich versenkt hat und sichnichtmehr hichstellen hat lassen. So sind wir dan durch die Stadt gecruist! Voll nett! :-)

Morgen geht's zurueck Richtung Hauptstadt. Es wird etwas laenger dauern, da ich wahrscheinlich mit Freunden einen Stopp in Gorkha (Stadt) und eine 1-Tages Rafting Tour machen werde.
Schau ma mal ob daraus was wird. Waere sicher cool! ;-)

So das war's vorerst einmal.
Ich wuensch euch was. Lasst es euch gut gehen! Ich denk an Euch!

Dickes busserl
mary

P.s.: Freu mich immer ueber post! :-)

Sonntag, 30. September 2007

Wo ist Norden?

Hallo!
 
Der naechste Blogeintrag hat doch nicht so lang gedauert wie dacht.
Aber morgen geht es endgueltig auf's Land!
 
Mir gehts nach wie vor gut, auch wenn ich manchmal nicht weiss wo ich bin ;-)
 
Wo ist Norden?
Das ist die Frage, die mir Jakob am haeufigsten stellt.
Meine Trefferquote ist schon ueber 50 %. Die ersten Tage war es noch schlimmer :-)
Irgendwie will der Stadtplan nicht in meinen Kopf. Eigentlich hab ich ja gedacht, dass ich eine gute Orientierung habe, aber irgendwie ist das in Kathmandu anderes.
Zu meiner Verteidigung: Es schauen viele Strassen gleich aus. Sie haben aehnliche Geschaeften und es bewegen sich  ganz viele Menschen, Autos, Mopeds und Raeder durch die engen Gassen durch.
Ausserdem sind die Strassen manchmal auch sehr gemein gebaut. Man hat das Gefuehl man geht gerade aus und dabei macht die Strasse einen Bogen und schon ist Norden nicht mehr dort wo man glaub wo es ist.
Bei mir zumindest *g*  
Leider stimmt's bei Jakob trotzdem meistens. Eigentlich muesste es ja zum Glueck heissen, denn dann weiss wenigstens einer, wo es nach Hause geht :-)
 
Eine unserer Hauptbeschaeftigungen ist Nepali lernen.
Ist nicht ganz so einfach, aber wir bemuehen uns redlich. Wir laufen die ganze Zeit mit dem Kauderwelsch (Nepali-Lernbuch) herum und fragen die so manches Kind in unserer Naehe was irgendetwas auf Nepali heisst. Das Lachen der Kids wenn wir wieder etwas ganz falsch verstehen ist wundervoll.
Mittlerweile koennen wir schon ein paar Fragen stellen und auf so ziemlich alles antworten wir "RAMRO" oder "DERE RAMRO"  ("gut" bzw. "sehr gut")  :-) 
 
Jetzt werd ich wieder nachhause gehen. mal schauen ob Norden noch da ist, wo ich glaub wo es ist. :-)
 
Mittlerweile ist bei uns schon nach 1/2 7. Da ich nicht weiss was "Schoenen Abend" heisst gibt's von mir ein
"SUBHA RATRU"
 
Bis ?
 
Dickes Busserl
mary

Samstag, 29. September 2007

Bin ueberweltigt!!! :-)

Namaste!
 
 
Ich bin ueberweltigt von der Schoenheit des Landes und vorallem die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen ist unbeschreiblich schoen.
 
Ich hab mir gedacht, dass es super, aber was ich die letzten 3 Tage erlebt habe, hat alle meine Vorstellungen uebertroffen.
 
Bilder von mir wird es aus Nepal hoechstwahrscheinlich nicht geben. Das Netz hier ist soooo schlecht, dass ich froh bin, wenn ich es schaffe Mails zu schreiben und ab und zu einen Blogeintrag zu machen. Text muss reichen ;-)
 
Gestern war ein total aufregender Tag.
 
Zuerst waren wir beim Buero des Cp-Centre in der Stadt. Idh musste ein Formular ausfuellen, damit ich dann nach meinem Trek (spaetestens 1.Nov) arbeiten kann und auch einen Ausweis habe.
Es hat alles total gut geklappt.
Wir sind dann mit dem Bus des Cp-Centers (Self-help group for cerebral palsy children) ins Therapiecentrum aus der Stadt raus gefahren. Dort haben wir dann mit den Kindern gespielt und uns mit den Therapeuten und Lehrern unterhalten. Sie waren alle total nett zu uns und ich freu mich schon sehr auf das Arbeiten. Ich fuehle mich sehr gut aufgehoben.Das wird sicher eine wundervoll Erfahrung fuer mich werden- spannend :-)  
 
Danach sind wir wieder mit dem Bus in die Stadt, wo wir ein paar km vom Quartier ausstiegen sind. Wir sind dann ganz gemuetlich durch die Stadt geschlendert und sind in eine Sporthalle rein, weil wir vollen den Jubel nach draussen hoerten. Es waren grad das Finale der Basketball Collegmeisterschaften. Leider war das Spiel schon zu Ende, aber es waren noch alle da und haben auf die Siegerehrung gewartet. Wir wurden neugierig angeschaut und es hat nicht lange gedauert bis wir angesprochen wurden.  
Es wurden uns einige Fragen ueber uns unser Land usw. gestellt.Sie sind alle ziemlich interessiert an uns.
Wir fallen ja beide ziemlich auf.
Beide 1,80 und beide lange blonde Haare!
 
Wir sind dann weiter Richtung nachhause und haben dann auf einen Platz ein grosses Zelt gesehen, in dem ganz viele Nepali gesessen sind und gemeinsam gegessen haben.
Wir haben uns dann dazugestellt und zugeschaut und es hat wieder nicht lange gedauert bis uns jemand angeredet hat.
Uns wurde erklaert, was das fuer  festist und was hier passiert. Dieses gemeinsame Essen ist ein Teil des Indra Jatra, einem  Fest fuer irgendeinen ihrer Goetter.
Wir haben dann daran teilgenommen. 
 
Wir sind gemeinsam mit den Einheimlischen in das Zelt reingegangen, haben unsere Schuhe ausgezogen, haben uns im Schneidersitz (war mit der Zeit etwas anstrengend!!) auf den Boden gesetzt, wurden gesegnet indem wir einen Roten Punkt auf die Stirn bekamen und haben wie alle Reis mit verschiedenen Sossen aus einem Blaetterteller gegessen und Schnaps aus einer Tonschale getrunken.
Voll Cool!
 
Wir waren vorgestern schon bei Einheimischen in einem  kleinen Lokal gegessen, wo uns gelernt wurde wie man nur mit den Fingern ist :-) 
Natuerlich nur mit der rechten!!! ganz wichtig!
 
Ein bisschen komisch war es schon den reis mit der Hand aus einem Kuebel ins Teller geschoepft zu bekommen. :-)
aber es war wirklich super gut!
 
Bei dem Festessen waren wir die volle Attraktion fuer die Nepali, die Kids haben uns angequatscht und ganz viele nette Menschen wollten wissen woher wir kommen, was wir machen, wielang wir hier bleiben usw.
Ihre Offenheit und Neugier ist ueberweltigend!
 
Ein bisschen komisch war es schon den Reis mit der Hand aus einem Plastikkuebel geschoepft zu bekommen. :-)
Aber es hat total gut geschmeckt. In das gleiche Teller wurde auch die Nachspeise (Joghurt mit Zucker- das Beste Joghurt was ich je gegessen hab!) gegeben. Es gab Nachschlag solang man wollte.
 
Das lokale Kamerateam, dass die Dokumentation fuer die Festigkeiten macht, ist links und rechts  neben uns gesetzen und hat uns alles moegliche erklaert. Wir wurden dem Bezirksvorsteher vorgestellt, der das Fest organisiert hat und wir wurden gefragt, ob wir fotografiert werdern duerfen. Voll komisch, wenn man sonst derhenige ist der fragt und dann wird man auf einmal selbst zum Gefragten. :-)
Uebrignes gefilmt wurden wir auch.
Es war ein einzigartiges Erlebnis.
 
Die Kids haben von uns Zuckerl und Luftballons bekommen und ihre grossen staunenden Augen  sind unbeschreiblich.
 
Die Menschen in Nepal ist alle super super nett! Man liesst ja viel darueber aber dass es wirklich so ist, vorallem dass sie noch netter sind. 
 
Der Chef vom Kamerateam hat uns Visitenkarten gegeben, falls wir mal irgend etwas brauchen, sollen wir uns bei ihm melden. Er spricht auch deutsch, da er 4 jahre in Deutschland gelebt hat. Umbeschreiblich nett!
 
Heute werden wir ihn und sein Team wahrscheinlich wieder  treffen. Es findet wieder so ein Festessen statt.
An einem besonderen Ort, wo das ganze Jahr nur der Koenig rein darf.
Wir hoffen, dass das Fest ueberdacht ist, da der Monsun in Nepal heuer noch nicht zu Ende ist und es heute den ganzen Tag schon regnet.
Dies ist aber nicht so schlimm, da wir heute die Besorgungen fuer unseren Trek gemacht haben.
Wir werden wahrscheinlich morgen oder uebermorgen starten.
 
Annapurna wir kommen! :-) Wir werden dich von allen Seiten bewundern!
 
Den naechsten Eintrag gibts vom Trek- falls moeglich!!!! Es wird wahrscheinlich etwas laenger dauern ;-)
 
Ich wuensch euch alles Liebe!
 
Dickes Busserl
mary
 
 
 

Donnerstag, 27. September 2007

BIN IN NEPAL!!!!!!!!

Namaste! Hallo zusammen!
Ich bin in Nepal!!!!!!!!!!!
Nach meiner 2 taegigen Anreise bin ich nun in Kathmandu geladen.
Es ist alles super gut gegangen nur vor dem Abflug gab es noch eine kleine Aufregung.
Als ich meinen supertollen, neuen Rucksack aus dem Kofferraum heraushieven wollte, hat er sich selbststaendig gemacht und beschlossen mich nicht auf meiner Reise zu begleiten. Eine Niete vom Gurt ist ausgerissen, so dass er nicht gerichtet werden konnte :-(
Zum Glueck war zufaellig Gertis Tramper-Rucksack in Caros Auto. Caro und ich haben dann alles aus dem neuen raus und in Gertis Rucksack (Danke!) reingepackt.
Also hab ich dann meine Reise zwar ohne neuen Rucksack, aber mit einem kurzfristig etwas erhoehtem Adrenalinspiegel beginnen koennen.
Die letzte Nacht war ich in Bangkok. Am Abend war ich mit einem Kapfenberger und einem Schweizer Spanier in der Khao Shan Road (Weiß im Moment nicht wie man das schreibt!) was trinken. Voll das Touristenzentrum- ein Standel nach dem anderen. Cool zum Shoppen, aber das ist fuer mich im Moment noch nicht so aufregend. Kommt aber noch *g*
Kathmandu ist super- viel kann ich noch nicht sagen. Die Sonne scheint und es hat ca 25 Grad. Es hat viele kleine Strassen (ich glaub zum Verlaufen - aber hab eh Jakob) mit vielen Autos und noch mehr Mopeds und viel weniger Touristen als erwartet. Die Luft ist jedoch leider wirklich so schlecht wie im Reisefuehrer beschrieben. Hotel ist voll schoen- viel besser als erwartet!
Viel mehr hab ich im Moment noch nicht zu sagen, da ich noch nicht mehr gesehen hab. Aber ich werd mich jetzt gleich auf den Weg machen um mehr herauszufinden!
Schoenen Tag noch!
Dickes Busserl mary

Dienstag, 25. September 2007

Voll bepackt.....!

Voll bepackt mit tollen Sachen die das Leben schöner machen, hinein
ins REISE-Feeling!

Mein Rucksack ist gepackt und ich bin reisefertig! Man glaubt es kaum.
20 kg wiegt das gute Stück- mal schaun wie lang ich ihn tragen kann.
Das wird sicher spannend werden. ;-)

Freitag, 21. September 2007

Auszeit-Abschied-Feier

Da es bei mir ja nicht mehr weit bis dorthin ist, hab ich mich daran
gehalten und gefeiert!
Weil ich ich nicht schiach, einsam, unzufrieden usw. werden möchte,
was man ja bekanntlich wird, wenn man alleine feiert bzw. trinkt,
waren natürlich eine Menge Freunde mit dabei.
Da Gismo heute wieder nach Macao fliegt (21.9.07) und Erik letztes Wochenende Geburtstag hatte (16.9.74) war es nicht nur ein Auszeit-Abschied sondern auch Geburtstagsfeier.

Ein paar nette Fotos:







Freitag, 14. September 2007

Auf den STRUDEL fertig los!

Hauptdarsteller: Apfel- und Topfenstrudel wahlweise mit und ohne in
Rum getränkten Rosinen.
In den weiteren Rollen Sandra die Meisterköchin mit Gismo, Erik und
mir als ihren Lehrlingen. Daniel wurde als Chaffeur und Fotograf und
Rudi als Kellner (leider vernachlässigte er seine Rolle aufgrund
seiner Pausen am Balkon!) und als 2. Fotograf engagiert.

Ob die Strudel wirklich was geworden sind, wird morgen durch eine
Fachjury entschieden.

Mittwoch, 29. August 2007

mary hat einen Blog!

Zur Zeit gibt es zwar noch nicht viel zu erzählen, ausser....

Ich verlasse am 25.9.07 Österreich für längere Zeit.
Ich fliege von Wien über London nach Bangkok. Am 27.9.07 geht es dann nach Kathmandu- Nepal, wo mich Jakob hoffentlich schon erwartet :-)

Die ersten Wochen werden wir gemeinsam unterwegs sein, das Land anschauen und eine längere Trekkingtour machen.

Danach werde ich hoffentlich in Nepal als Physiotherapeutin arbeiten.
Ich freu mich schon sehr darauf und bin schon sehr gespannt. Wird sicher auch sehr spannend! ;-)
Wenn alles klappt, werde ich mit nepalesischen Physiotherapeuten unterwegs sein und sie bei ihren Hausbesuchen am Land begleiten.
Durch den privaten Verein "Siddhartha- Hilfe für Nepal" (Danke Eva! Danke Sabine!) habe ich den Kontakt zu den Leitern des CP-Centre (Centre for cerebral palsy) bekommen, wodurch dies möglich sein sollte.

Mitte/Ende Dezember geht es dann wieder zurück nach Bangkok.
Am 4. Feber werde ich wahrscheinlich von Bangkok über Sydney (1 Woche Aufenthalt) nach Auckland- Neuseeland (Nordinsel) fliegen.
Am 10. April geht es ziemlich sicher von Christchurch-Neuseeland (Südinsel) über Melbourne (1 Woche Aufenthalt) nach Denpasar-Bali.
Zur Zeit ist es geplant, dass ich am 1. Juni 2008 wieder in Graz bin :-)
"SCHAU MA MAL"