hallo meine lieben!
Mich gibt's noch :-) und mir geht es gut- sehr gut! ;-)
Danke fuer die mails. Freu mich wenn ich von euch was hoere!
Wo bin ich?
Immer noch in Nepal, noch nicht am Arbeiten, nicht mehr am Trekken, sondern beim Relaxen :-)
Ich bin in Pokhara, der 2. groessten Stadt in Nepal und lass es mir hier echt gut gehen. Die Stadt ist total nett, direkt an einem See gelegen mit netten Cafes und Restaurant und mit vielen netten Menschen.
Die letzten 23 Tage war ich um das Annapurnamassiv unterwegs.
Ich hab die Annapurna und eine Menge anderer hoher Berge (u.a. Daulagiri und Manaslu- zwei weitere 8000ter) von mehrere Seiten gesehen. Es war total fein nur zu Fuss unterwegs zu sein. Manchmal war das Gefuehl schon etwas komisch, wenn mir bewusst geworden ist, dass ich 8 Tage Fussmarsch von der naechste grossen Stadt entfernt bin.
Die Landschaft war total abwechslungsreich und wunderschoen.
Am Anfang war es total heiss und wir haben nur geschwitzt.
Wir sind nicht in Bhulbhule, wo die meisten Trekker starten, sondern in Begnas Tal, 4 Tagesmaersche davon entfernt gestartet.
Laut Guidebook waeren es 3 leichte Tagesmaersche gewesen. Ich glaube ein Marathonlaeufer hat dieses Buch geschrieben, denn wir haben 4 ganze Tage gebraucht. Aber wenn man Zeit hat ist das alles nicht so tragisch! ;-)
Es war total schoen und wir hatten viele schoene Erlebnisse.
Wir waren dort die einzigen Trekker und da wir auch noch mit Zelt unterwegs waren, waren wir die volle Attraktion. Ein bissl komisch ist es schon, wenn man in der Frueh aufwacht und man glaubt man ist alleine, das Zelt aufmacht und davor 5 Nepalesen sitzen und einen auf die Entfernung von 20cm anstarren. Sie waren immer total nett und es war voll spassig.
Einmal wurden wir in einem kleinen Dorf (3 Haeuser) von einem Reisbauern und seiner Familie zum Essen eingeladen. Wir sassen mit der Familie am Lehmboden in ihrer Huette um die Feuerstelle, haben Dal Bhaat gegessen und Bueffelmilch getrunken. Das ganze Dorf ist zusammengekommen und hat uns beim Essen zugeschaut :-)
Trotz unserer wenigen Nepalikenntnisse und dem schlechten Englisch eines Jungen haben wir uns super unterhalten. War total witzig! *g*
Den Rucksack und das Gehen war ich zwar noch nicht wirklich gewoehnt, aber ich hab's ueberlebt ;-)
Jeden Tag in der Frueh hab ich mir gedacht: Alles nur nicht den Rucksack auf den Buckel!
Aber wenn man ihn mal oben hat und man losgeht, vergisst man ziemlich schnell wie weh einem der Ruecken getan hat. Ausserdem hatte ich ehh den "leichtern" Ruckasack, da Jakob noch das Zelt am Buckel hatte. Aber ich glaube beide Rucksaecke waren zwischen 15 und 20 kg schwer.
Nach 3-4 Tagen waren wir aber daran gewoehnt und hatten kaum Probleme mehr damit.
Dann sind wir etwas hoeher hinauf gekommen, wo es tagueber genauso heiss war wie davor, es aber in der Nacht etwas abgekuehlte und man gut schlafen konnte.
Wenn unsere Schlaf nicht manchmal durch laestige blutsaugende Tierchen unterbrochen worden waere. Nein es waren keine Gelsen- schlimmer!
Blutegel haben sich an unsere Haut festgesetzt und wurde von uns "weggeRAMBOt" (Zum Glueck gibt es Fernsehen! *g*)
Dann sind wir noch hoeher hinauf, wo es tagsueber voll angenehm war und wir abends schon froh ueber unsere Jacken war.
Das war so ca. nach 9 Tagen. Wir haben dann das erste Mal in einer Lodge geschlafen und uns eine heisse Dusche und Haarwaesche gegoennt. Die Tage davor haben wir uns immer Fluessen und Baechen gewaschen! Eine heisse Dusche kann echt was!
Dann sind wir noch hoeher hinauf, wo wir tagsueber langarmigen Shirt unterwegs waren und es abends und nachts schon ziemlich kalt war.
Und dann sind wir noch hoeher hinauf, wo ich echt froh ueber meinen supercoolen, neuen, tollen bis -10 Grad Schlafsack war :-)
Das war vorallem die Naechte bevor und nachdem wir ueber den Thorong La Pass sind.
Uebrigens: Ich bin ueber den Thorong La- 5416m!!!!!
Eigentlich war ich ja noch 15 m hoeher, da ich meine Gebetsfahnen auf dem Huegel daneben aufgehaengt hab
Es war total cool! Voll schoen- blitzblauer Himmel und eine Traum-WINTER-Landschaft!
Eigentlich wollten wir ja schon einen Tag frueher ueber den Pass, aber als wir an diesem Tag aufgestanden sind und vor die Tuer sind, mussten wir im Schneefall und ca 15 cm Neuschnee zum Fruehstueck stapfen. Es war erst 1/2 6 Uhr Frueh und noch stockdunkel draussen, da es heisst, dass man frueh los soll, wenn man ueber den Pass will. Es sind von dort 1000m Aufstieg und auf der anderen Seite mehr als 1500m Abstieg!
Waehrend des Fruehstuecks haben wir dann beschlossen, dass wir nicht ueber den Pass gehen. Schliesslich wollten wir schon was sehen, wenn man mal so hoch oben ist.
Da das Base Camp (4500m) total zugig war und unser Zimmer Loecher in der Tuer hatte, haben wir trotzdem unsere Sachen bepackt und sind raus in den Schnee und 300hm zum High Camp aufgestiegen. Wir dachten uns, bevor wir hier den ganzen Tag frieren und nichts tun, gehen wir lieber 300hm rauf zum High Camp und frieren dort :-)
Zu unserer Ueberraschung war das High Camp viel besser als das Base Camp. Der Aufenthaltsraum war warm, es gab unter dem Tisch sowas wie einen Heizstahler, die Zimmer waren nur kalt und nicht zugig und die Atmosphere dort war total nett.
Wir waren eine total multikulturelle Gruppe (Australien, Canada, England, Schweiz, Neuseeland, Deutschland, Nepal usw.) die dort gemeinsam auf besseres Wetter wartete und sich den gesamten Nachmittag und Abend mit diversen Spielen (Karten, Wuerfel, Prominenteraten u.s.w.) vertrieb. Es war total witzig und wir hatten voll viel Spass!
Am spaeten Nachmittag haben die Wolken dann auch aufgerissen und ein Traumpanorama freigegeben (leider noch immer keine Fotos) Die ganze Nacht war sternenklar und der naechste Tag war blitzblau.
Der Aufstieg war anstrengend, aber leichter als gedacht, aber die Luft war schon etwas duenn :-)
Es hab es sehr genossen dort oben zu stehen. Das Gefuehl war unbeschreiblich, einfach ueberweltigend. Das Aufhaengen der Gebetsfahnen mit meinen Wuenschen, die vom Wind in den Himmel getragen werden, war total schoen.
Leider war der Abstieg und der restliche Tag weniger lustig. Sagen wir mal- Ich weiss jetzt, wie weh ein Kopf tun kann. :-(
Wenn man mir die Frage gestellt haette, wie weh mein Kopf tut, haette ich 9,9 von 10 gesagt. Ich hatte davor ueberhaupt keine Probleme mit der Hoehe. Wir sind den ganzen Trek langsam angegangen und hatten durch den Schneefall sogar einen Tag mehr zum Aklimatisieren, irgendwie schon komisch, dann so heftig weh zu bekommen. Aber zum Glueck war ich am naechsten Tag nach dem Fruehstueck wieder fit.
Nach diesem Tag haben sich dann auch die Weg von Jakob und mir getrennt. Er hat einen Zahn zugelegt (vielleicht auch 2 *g*) und ist zum Annapurna Sanctury, ins Herz des Annapurnamassiv gewandert und ich bin langsam hinterhergezockelt und hab dann den direkten Weg nach Pokhara gewaehlt.
Der Trek war total fein und es hat mir total Spass gemacht und ich wuerde es sofort weider machen, aber nach 23 Tagen war ich froh, dass es vorbei war.
Ich war froh ein nettes, sauberes, feines Hotelzimmer mit wirklich heisser Dusche und alle Annehmlichkeiten der Modernen Welt zu haben. Dann war ich noch froh darueber am Abend nicht mehr mein gesamtes Gewand anziehen zu muessen um nicht zu frieren.
Am meisten froh war ich aber darueber, dass ich in den naechsten Tagen nicht mehr gehen muss.
Obwohl ich dann am naechsten Tag (gestern) mit einem Freund, den ich am Trek kennengelernt hab (man trifft immer die gleichen Leute- jeder kennt jeden- total nett!) einen "Spaziergang" in bzw. um Pokhara gemacht hab. Wir waren 7 Stunden unterwegs!
Heute haben wir (2 Ungarn und ich) uns Raeder ausgeborgt und sind zum Bergsteigermuseum geradelt und haben uns dann noch die Stadt per Bike angeschaut. Die Stadt ist grosser als gedacht. Wir sind ganz in den Sueden (Museum) und ziemlich in den Norden zu einer Schlucht mitten in der Stadt und wieder zurueck geradelt. Das Museum war interssant- weiss jetzt nicht nur die Namen und Hoehen aller 8000ter sondern auch die Erstbesteiger und das Jahr der Erstbesteigung. :-)
Von der Schlucht sieht man leider nicht viel, da sie sehr verwachen ist, aber es ist trotzdem imposant, da man den Fluss vorher weder hoert noch sieh, weil er ca 50m tiefer liegt und so eine Schlucht mitten in der Stadt.
Aber das witztigste war der Zustand der Raeder. Jedes Grazer Stadtrad (auch Gismos *g*) waere im Vergleich eine topfunktionierende Rennmaschine. Wir quietschten, ratterten und eierten durch die Strassen. Schneller fahren war nur bergab moeglich (war aber die meiste Zeit eben) da wir Angst hatten das uns das Petal, die Kurbel oder sonst was um die Ohren fliegt. Die Sattel waren hochgestellt, aber da es KInderraeder waren sahen wir trotzdem aus wie die Affen auf den Schleifsteinen. *g* Vorallem dann als meine Sattel gemeint hat, ihm gefaellt es hier oben nicht, sich versenkt hat und sichnichtmehr hichstellen hat lassen. So sind wir dan durch die Stadt gecruist! Voll nett! :-)
Morgen geht's zurueck Richtung Hauptstadt. Es wird etwas laenger dauern, da ich wahrscheinlich mit Freunden einen Stopp in Gorkha (Stadt) und eine 1-Tages Rafting Tour machen werde.
Schau ma mal ob daraus was wird. Waere sicher cool! ;-)
So das war's vorerst einmal.
Ich wuensch euch was. Lasst es euch gut gehen! Ich denk an Euch!
Dickes busserl
mary
P.s.: Freu mich immer ueber post! :-)
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

1 Kommentar:
mein rad ist eine topfunktionierende Rennmaschine - nur mit dem Bremsen haperts a bissal ;)
Supa dass es da so taugt, wollt mich ja fast scho mal beschweren dass ma so lang nix von dir hoert, aber wernnst du auf den 5000ern herumkraxelst is das ja direkt verstaendlich :-) lass es dir gut gehen und schick mal a foto oder 2 wennst wieder in der zivilisation bist!
liebe gruesse aus macau!
Kommentar veröffentlichen